Landesmeisterschaften und wie man dahin kommt

Gerade erst liegen die deutschsprachigen Meisterschaften in Hannover hinter uns, da gehen Berlin und Brandenburg schon wieder in die nächste Saison: Vom 23.-25.11.2017 finden die Berlin-Brandenburger Meisterschaften im Poetry Slam (auch: BB-Slam) statt. Meisterschaften sind sehr vieles: Klassentreffen der Szene, Best-Of Events für Zuschauer, Visitenkarte von PoetInnen. Davon abgesehen, dass es für sehr viele Zuschauer auch einfach ein großartiges, unterhaltsames Event ist, Landesmeisterschaften sind elementare Bestandteile des Systems, und wichtig für Newcomer, Profis und Moderatorinnen. In den meisten Flächenländern wird, ganz wie bei den deutschsprachigen Meisterschaften, rotiert: jedes Jahr organisiert eine andere Stadt, ein anderes Slammaster-Team die Landesmeisterschaften, und alle Teilnehmer reisen für ein verlängertes Wochenende an. Die Zeit vor und nach den Shows, bei Aftershowpartys und in Hotels, beim ziellosen Schlendern durch die Stadt und beim Mittagessen, vernetzt die Szene des Bundeslandes und bildet neue Freundschaften: Ein wichtiger Grund, warum die “Slamily” in der Regel gut zusammenarbeitet. In Berlin-Brandenburg ist das ein bisschen anders: Weil wir a) keine Förderung kriegen und b) ohnehin großteils in Berlin leben oder ein BVG Ticket nach Hause haben.

So entfällt zwar das gemeinsame Hotel, aber trotzdem passiert drumherum eben doch viel Soziales bei einer solchen Meisterschaft. Und nicht zuletzt ist es auch ganz schön geil, im Finale vor über 1000 Zuschauern zu stehen. Dass es zu Bekanntheit beiträgt und bestenfalls einen Startplatz für die Nationals sichert, ist natürlich eine zusätzliche Motivation. Aber wie kommt man dahin? Wer qualifiziert sich für den BB-Slam, und wer organisiert all das hinter den Kulissen?

 

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